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Die Kirche in Bösingfeld

Die Kirche

Die Kirche steht am Marktplatz in der Mittelstraße 43.
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Die älteste Kirche in Bösingfeld war vermutlich eine Holzkirche. Sie wurde 1424 zerstört und 1492 wieder aufgebaut. Bei einem Fleckenbrand 1632, während des 30-jährigen Krieges, wurde die Kirche bis auf die Außenmauern zerstört. Trotz der Not der Zeit wurde die Kirche 1633 wieder aufgebaut. Im Jahre 1708 wurde die Südseite und im Jahre 1857 die Nordseite erweitert. Dabei erhielt sie die heutige Form. Bei der großen Innenrenovierung 1962 erhielt sie im Inneren das heutige Aussehen. Die letzte Innenrenovierung war im Jahre 1990.

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Der Kirchturm

kirche1Der heutige Kirchturm wurde 1934 neu aufgebaut und ist 38 m hoch. Der alte Turm hatte durch einen Blitzeinschlag im Jahre 1760 einen Riss erhalten, der bis 1934 zu sehen war.

 

 

 

Die Kirchturmuhr

kirche2Die Kirchturmuhr wurde 1934 angschafft, sie hat 4.000,00 R-Mark gekostet. Der große Zeiger ist 1,80 m und der kleine Zeiger ist 1,50 m lang.

 

 

 

 

 

Die drei Glocken

kirche3Die Kirche hat heute 3 Glocken. Zwei Bronze- und eine Eisenglocke. Die mittlere Glocke ist am ältesten. Sie stammt aus dem Jahre 1633, ist aus Bronze und trägt die Inschrift: DEXTRA DEI NOS PROTE GAT (Die rechte Hand Gottes beschütze uns) – ANNO 1633 ALBERTUS NEUWALT PASTOR – MESTER JOHAN KLEIMANN ZU LEMGO. Die große Glocke aus Eisen ist aus dem Jahre 1922. Sie wiegt 2.000 kg. Die kleine Bronzeglocke ist aus dem Jahre 1957 und hat die Inschrift: „Lasset euch versöhnen mit Gott“ Bösingfeld 1957

 

 

 

 

Inschrift im Turm

kirche4Der Bibelvers aus 1. Mose 28, 17 in kunstvoller Schrift über der Eingangstür zur Kirche stammt wahrscheinlich aus der Zeit um 1938. Werner Blome, 1938 bis 1970 Pastor und später Superintendent in Bösingfeld, wollte damit die Kirche vor nationalsozialistischen Propaganda- Auftritten schützen.

 

 

Die Kanzel

kirche5Die Kanzel stammt sicher aus alter, vielleicht schon aus katholischer Zeit. Ursprünglich muss sie noch reicher geschnitzt gewesen sein, denn die jetzigen sechs Seitenstücke mit den Inschriften: St. Johannes, St. Matthäus; salvator mundi (Heiland der Welt); St. Lukas; fides (Glaube); spes ( Hoffnung) lassen mit Sicherheit darauf schließen, dass zwei Seitenteile mit „St. Markus und Caritas (Liebe)“ fehlen. Die Kanzel wurde 1962 aufwendig restauriert und im Jahre 1990 bekam sie mit dem „Deckel“ das heutige Aussehen.

 

 

 

 

Der Abendmahlstisch

kirche6Der Abendmahlstisch mit seinen vier gedrehten Säulenbeinen ist im Jahre 1699 angefertigt worden. Die Jahreszahl ist noch heute unter dem Tisch zu sehen. Von 1963 bis 1990 wurde ein neuer, gestifteter Tisch verwendet. Im Zuge von Renovierungsarbeiten in der Kirche im Jahre 1990 wurde der alte Abendmahlstisch wieder aus dem Heimatmuseum geholt, restauriert und ist bis heute in der Kirche im Gebrauch.

 

 

 

Die Orgel

Die Orgel ist ein Werk des Wilhelmshavener Orgelbaumeisters Alfred Führer aus dem Jahre 1962. Sie hat 964 Pfeifen und zwei Manuale.

Der Armenstock (Klingelbeutelkasten)

kirche7Der seltsame Kasten mit dem eigenartig geformten Schlüssel steht wahrscheinlich seit 1654 in der Kirche.

 

Das Abendmahlgeschirr

kirche8Bis heute werden beim Abendmahl drei Zinnkannen aus dem Jahre 1720 mit der Aufschrift BCK verwendet. Sie sind ein Geschenk von Pastor Wohlberg. Der ältere Kelch stammt aus dem Jahre 1629 und trägt an der Unterseite eine Inschrift die sich nicht mit Sicherheit übersetzen lässt Der zweite Kelch ist aus dem Jahre 1721 und trägt die Worte: „DER MAJOR JOHAN ERICH VON NEÜBERG HAT MICH IN DIE BÖSINGFELDER KIRGE GESCHENCKT“ Cassl, 1. Jun 1721

 

 

 Die Taufschale

kirche9Die bis jetzt gebrauchte zinnerne Taufschale ist eine Spende aus dem Jahre 1853. Die Fa. Heinrich Möller aus Goldbeck stiftete 1972 den Ständer für die Taufschale.